Irak-Krise: EU für Waffenlieferungen an Kurden

Die Außenminister der Europäischen Union haben sich auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt, in der sie die Lieferung von Waffen durch einzelne EU-Mitgliedstaaten begrüßten. Das bestätigte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Die Chefdiplomaten der EU-Staaten waren zusammengekommen, um über die mögliche Lieferung von Waffen an die Kurden zu beraten, die gegen die Dschihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) kämpfen. >>spiegel.de

Ultrarechte Türken gegen Armenien-Film

Als der Filmemacher Fatih Akin der in Istanbul herausgegebenen türkisch-armenischen Wochenzeitschrift «Agos» im Juli ein Interview gab, meldete sich die Turkish Turan Association, eine ultranationalistische Gruppierung, im Magazin «Ötüken» unmissverständlich zu Wort: «Wir bedrohen hiermit öffentlich die Zeitschrift Agos, die armenischen Faschisten und die sogenannten Intellektuellen.» Sie wendeten sich damit gegen Akins neuen Film «The Cut», der in gut zwei Wochen seine Premiere auf dem Filmfestival Venedig feiern wird. Dieser sei nur «ein erster Schritt einer ganzen Abfolge, um der Türkei die Lüge vom armenischen Genozid aufzudrängen»  >>nzz.ch

Ein Konflikt, der auftaut und sich gleich erhitzt

Überlagert von den Sorgen um die Ukraine droht im Südwesten des postsowjetischen Raumes ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt erneut auszubrechen. Seit Monatsbeginn werden täglich neue Gefechte zwischen Soldaten Aserbaidschans und Armeniens an der Waffenstillstandslinie bei Berg-Karabach gemeldet. Dabei wurden nach sich widersprechenden Angaben beider Seiten mindestens 18 Soldaten getötet; die Zahl der Getöteten hat möglicherweise aber schon 100 erreicht. >>sueddeutsche.de

Ein Feigenblatt für das Regime in Aserbeidschan

Vor dreizehn Jahren trat Aserbeidschan dem Europarat bei. Nun hat die rohstoffreiche Republik am Kaspischen Meer für sechs Monate erstmals den Vorsitz im Ministerkomitee der Institution übernommen, die zu ihren Grundpfeilern den Schutz der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit zählt. Vollmundig bekennen sich Präsident Alijew und sein Aussenminister Mammadjarow zu den Werten des Europarats und reden die Menschenrechtslage in Aserbeidschan schön. >>nzz.ch

Die ersten 28 Toten des Weltkriegs

Jörg Berlin

Wenn Anfang August an den Beginn des 1. Weltkriegs erinnert wird, der dann 100 Jahre zurückliegt, sollte der ersten 28 Toten besonders gedacht werden. Es waren Deutsche, die vor dem großen Massenmorden bereits in den ersten Augusttagen innerhalb des Reiches von eigenen Landsleuten abgeknallt wurden. Sie fielen der »Spionitis« zum Opfer, einer von staatlichen Stellen im Zusammenwirken mit der Sensationspresse geschürten Massenhysterie.

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