Was Pius XII. aus dem armenischen Genozid lernte (Erster Teil)

Obwohl die Historiker schon längst anders urteilen, wird Pius XII. immer noch häufig vorgeworfen, nicht genug getan zu haben, um den Juden im Zweiten Weltkrieg zu helfen. Doch der bekannte deutsche Historiker Michael Hesemann behauptet, die Entscheidung des Papstes, nicht zu starken Protest zu üben, sei auf die Erfahrungen zurückzuführen, die dieser einige Jahre zuvor gemacht hatte, als er durch seine Tätigkeit im vatikanischen Staatssekretariat und in seiner Funktion als Nuntius Zugang zu den Informationen hatte, die der Vatikan über den Genozid der Armenier besaß, und auch über die Versuche seitens des Vatikans, diesen Völkermord zu stoppen, gut informiert war. Der Protest von Papst Benedikt XV. und seinen Diplomaten hatte die Lage der Armenier damals nur schlimmer gemacht, und Pius XII. versuchte zu verhindern, dass diese Geschichte sich wiederholte.  >>zenit.org

Die geschlossene Grenze überwinden

Im kommenden Frühling jährt sich der Völkermord an den Armeniern zum 100. Mal, doch von Annäherung keine Spur. Die Grenze zwischen der Türkei und Armenien ist geschlossen. Nun soll das Austauschprogramm „Beyond Borders“ der Hrant-Dink-Stiftung Vorurteile zwischen beiden Ländern abbauen. >>deutschlandfunk.de

Aserbeidschan schiesst armenischen Kampfhelikopter ab

Aserbeidschan hat den Abschuss eines armenischen Militärhelikopters gemeldet. Der Kampfhelikopter vom Typ MI-24 habe versucht, eine aserbeidschanische Armeestellung in der Grenzregion von Agdam im umstrittenen Gebiet Berg-Karabach anzugreifen. Er sei daraufhin abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Baku mit. Zuvor habe es drei Tage lang provokante Übungsflüge gegeben. Das Verteidigungsministerium kündigte die Verleihung eines Ordens an den Soldaten an, der die Maschine abgeschossen hat. >>bazonline.ch

Eskalation in Berg-Karabach nach Hubschrauberabschuss

Nach dem Abschuss eines Kampfhubschraubers im armenisch kontrollierten Krisengebiet Berg-Karabach durch Aserbaidschan haben die Spannungen zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken zugenommen. An der Absturzstelle werde weitergeschossen, teilte Armenien, die Schutzmacht des von Baku abtrünnigen Gebiets, heute mit. >>orf.at

Im Matriarchat der Armut

Stellen Sie sich vor, alle arbeitsfähigen Männer müssten Tirol verlassen – diese Fiktion ist im Kaukasusstaat Armenien Realität. Nirgendwo im Land gibt es genug Arbeit. Die Not zwingt die Männer, sich im Ausland zu verdingen. Zurück bleiben Alte, Kinder und Frauen. Ein ungewolltes Matriarchat ohne ideologisches Unterfutter ist in diesem strukturkonservativen, christlichen Flecken Erde entstanden. Die Herrschaft der Frauen leitet sich aus dem Fehlen der Männer, aus der nackten Armut der Zurückgebliebenen ab. >>tt.com

The Cut: Das Trauma der Armenier

Irgendetwas stört. Es braucht eine Weile, bis man dahinter kommt, was genau. Aber ja, leider: Es ist Tahar Rahim, gefeierter französischer Schauspieler – in diesem Film jedoch völlig fehlbesetzt. Das ist umso tragischer, als er das neue Werk von Fatih Akin allein tragen muss. Dass ihm das nicht gelingt, ist einer der Gründe, weshalb das ambitionierte Regie-Projekt gescheitert ist. >>hna.de

EU unterstützt wirtschaftliche Entwicklung in Armenien

Die EU wird Armenien in den nächsten Jahren mit bis zu 170 Millionen Euro in Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Kaukasus-Republik unterstützen. Der neue EU-Kommissar für die Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, unterzeichnete am Montag in Brüssel mit dem armenischen Wirtschaftsminister Karen Chshmaritian eine entsprechende Vereinbarung. >>tt.com

Der Völkermord an den Armeniern: Unterrichtsmaterialien kostenlos im Internet

Eine Beschäftigung mit der Ungeheuerlichkeit des Völkermords ist auch über den Holocaust hinaus wichtig. Dies zeigen Schreckensmeldungen der Gegenwart. Im Bundestag beschlossen bereits 2005 alle im Bundestag vertretenen Parteien gemeinsam, der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs solle in deutschen Schulen behandelt werden. Lehrer erhielten jedoch für eine Vorbereitung des entsprechenden Unterrichts kaum Unterstützung für die Arbeit mit der sensiblen Thematik. Das hat sich grundlegend geändert. Jetzt stehen auf dem deutschsprachigen Teil der Website www.armenocide.de übersichtlich gegliederte „Unterrichtsmaterialien über den Völkermord an den Armeniern“ kostenlos zur Verfügung.

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Verteufelt und ewig missverstanden

Die Flucht zehntausender Jesiden vor der Dschihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) in die Sindschar-Berge im Nordirak hat im August die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die Gefahr eines Völkermords an dieser kleinen Religionsgemeinschaft, die seit Jahrhunderten immer wieder Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt ist, alarmierte die Weltgemeinschaft. Mit internationaler Unterstützung gelang es syrischen Kurden-Kämpfern schließlich, die meisten Jesiden aus den Bergen in Sicherheit zu bringen. Doch noch immer gibt es regelmäßig Berichte über Hinrichtungen, Zwangskonversion und die Versklavung jesidischer Frauen. >>qantara.de