Der Völkermord an den Armeniern: Unterrichtsmaterialien kostenlos im Internet

Eine Beschäftigung mit der Ungeheuerlichkeit des Völkermords ist auch über den Holocaust hinaus wichtig. Dies zeigen Schreckensmeldungen der Gegenwart. Im Bundestag beschlossen bereits 2005 alle im Bundestag vertretenen Parteien gemeinsam, der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs solle in deutschen Schulen behandelt werden. Lehrer erhielten jedoch für eine Vorbereitung des entsprechenden Unterrichts kaum Unterstützung für die Arbeit mit der sensiblen Thematik. Das hat sich grundlegend geändert. Jetzt stehen auf dem deutschsprachigen Teil der Website www.armenocide.de übersichtlich gegliederte „Unterrichtsmaterialien über den Völkermord an den Armeniern“ kostenlos zur Verfügung. Weiterlesen →

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Verteufelt und ewig missverstanden

Die Flucht zehntausender Jesiden vor der Dschihadistengruppe “Islamischer Staat” (IS) in die Sindschar-Berge im Nordirak hat im August die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die Gefahr eines Völkermords an dieser kleinen Religionsgemeinschaft, die seit Jahrhunderten immer wieder Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt ist, alarmierte die Weltgemeinschaft. Mit internationaler Unterstützung gelang es syrischen Kurden-Kämpfern schließlich, die meisten Jesiden aus den Bergen in Sicherheit zu bringen. Doch noch immer gibt es regelmäßig Berichte über Hinrichtungen, Zwangskonversion und die Versklavung jesidischer Frauen. >>qantara.de

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»Ein düsterer Weg …«

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs befand sich das Osmanische Reich in einem wenig beneidenswerten Zustand: Erfolglose Verteidigungskriege um Libyen gegen Italien in Bengasi und in der Kyrenaika 1911 sowie gegen die Balkanstaaten (1912–1913) hatten die letzten Kräfte des einstigen osmanischen Imperiums aufgezehrt und das Reich auf sein asiatisches Kernland sowie das europäische Vorland von Istanbul zurückgeworfen. Unter Führung des Generals Enver Paşa hatte sich das jungtürkische »Komitee für Einheit und Fortschritt« (İttihad ve Terakki Fırkası) am 23. Januar 1913 erneut an die Macht geputscht. Die jungtürkischen Führer, die im separatistischen Nationalismus den ursächlichen Faktor für die Loslösung der Balkanländer erblickten, fürchteten ein gleiches oder ähnliches Szenario in den arabischen, besonders aber in den ostanatolischen, von Armeniern und Kurden bewohnten Gebieten des Reiches. Die Ermordung des reformwilligen Großwesirs Mahmud Şevket Paşa am 11. Juni 1913 durch Mitglieder der »liberalen« Opposition beendete fürs erste alle Reformanstrengungen und diente dem »Komitee für Einheit und Fortschritt« als Anlass zur Verfolgung und Zerschlagung seiner Gegner. In der Folge bildete Enver Paşa mit Cemal Paşa und Talât Bey (auch Talât Paşa) ein »Triumvirat«, welches das Osmanische Reich von da an bis 1918 diktatorisch regierte. >>jungewelt.de

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